Zen und die Kunst des Lebens

Das wäre ein guter Titel für ein Buch und wer weiss, vielleicht schreibe sogar ich selbst es einmal. Zen macht sich jedenfalls immer gut, auch Buddhafiguren sind recht trendy und überhaupt bin ich Vegetarierin.
Zen, Buddhismus und vegetarische Küche sind nicht mehr nur etwas für abgehobene, verschrobene Exzentriker, sondern es lässt sich vorzüglich mit dem neuen urbanen Lifestyle verbinden. Der moderne Mensch lebt bewusst und will auch spirituell sein, aber wenn schon dann vor allem ist man Buddhist. Denn wer an Buddha glaubt, muss sich keinem Gott unterwerfen, Buddha war ja auch nur ein Mensch und man darf sich selbst ins Zentrum rücken. Natürlich muss man an seinem Ego arbeiten. Man müsste sich sogar davon lösen, wird gesagt. Aber mit Zen passt das schon, man kauft sich einen japanischen Futon dazu und trinkt Grüntee oder was genau heisst jetzt Zen? Zen heisst nichts anderes als Meditation, lässt man sich belehren und nickt. Ja, eben, Mediation ist immer gut. Nichts denken, nicht überlegen und loslassen. Loslassen ist ein gutes Prinzip, das wir alle anwenden sollten, dann müssen wir uns auch keine Sorgen mehr machen über die Finanzkrise und über die Schweinegrippe. Die Schweinegrippe kommt ja nicht von den Schweinen, heisst es, man dürfte also ruhig weiter Schweine essen, ausser als Jude natürlich oder als Moslem. Falls Schweinegrippe, Vogelgrippe oder Rinderwahnsinn doch etwas mit der Tierhaltung zu tun haben könnte, dann ist man als Vegetarier ohnehin fein raus, denn dass die länger leben, konnte man letzthin nachlesen. Überhaupt leben religiöse Menschen länger, erhob kürzlich eine Statistik. Und wer meditiert, bekomme erst später Alzheimer.
Zen-Buddhistin zu sein lohnt sich also in allen Belangen.

Weitere Infos